Über myPart

myPart möchte die politische Teilhabe von Menschen mit intellektueller Behinderung verbessern

Der Artikel 29 der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung besagt, dass Menschen mit Behinderung das Recht haben, uneingeschränkt am politischen und sozialen Leben teilzuhaben. Aber dennoch sehen sich Menschen mit intellektueller Behinderung aus mehreren Gründen schwerwiegenden Einschränkungen in der Ausübung ihrer politischen Rechte ausgesetzt. Einer der Gründe ist das Fehlen von geeignetem und barrierefreiem Material oder Informationen. Häufig führen die Bildungslaufbahnen von Menschen mit intellektueller Behinderung nach Beendigung der Schulpflicht allerdings in segregierte Settings. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für politische Teilhabe ist es, sich als Bürgerin oder Bürger zu verstehen. Das umfasst auch das Recht, sich aktiv am politischen und öffentlichen Leben zu beteiligen.

Das Projekt konzentriert sich auf die Rolle aller Menschen als Bürgerinnen und Bürger und unterstreicht dieses Verständnis unter den Menschen mit intellektueller Behinderung und in der Gesellschaft.

Innerhalb des myPart Projektes verfolgen wir das Ziel, Unterrichtsmaterial zu erstellen, um bürgerschaftliche Kompetenzen, Kenntnisse und Fähigkeiten von Menschen mit intellektueller Behinderung im Hinblick auf bürgerliche und politische Praktiken zu verbessern. Abgesehen davon werden die Interessen und Bedürfnisse von Menschen mit intellektueller Behinderung zur Ausübung der politischen Beteiligung berücksichtigt und spezielle Empfehlungen werden für regionale, nationale und europäische Ebenen bereitgestellt.

Die Leitprinzipien dieses Projekts sind Partizipation und Inklusion. Aus diesem Grund ist die Zielgruppe während der gesamten Projektlaufzeit in die Entwicklung aller Produkte und Ergebnisse eingebunden. Jeder Partner schafft dazu eine sogenannte Kooperationsgruppe. Diese Gruppe besteht aus mindestens zwei Menschen mit intellektueller Behinderung und den Projektpartnern. Diese Gruppe trifft sich regelmäßig, um die Projektergebnisse zu erarbeiten und um über die Ergebnisse und die Initiativen des Projektes zu reflektieren.

Die Partnerschaft möchte auch auf die Tatsache aufmerksam machen, dass Menschen mit intellektueller Behinderung noch immer vom Recht des Wählens ausgeschlossen werden und dass zugängliche Wahlprozedere implementiert werden müssen, um die volle politische Partizipation der Zielgruppe sicherzustellen.  

Zielgruppen des Projektes

  • Menschen mit intellektueller Behinderung
  • Trainerinnen und Trainer, die mit Menschen mit intellektueller Behinderung arbeiten
  • Behörden und Politikerinnen/Politiker

Andere Zielgruppen

  • Personen, die mit Menschen mit intellektueller Behinderung arbeiten (z.B. Assistentinnen und Assistenten, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter)
  • Institutionen im Bereich der Erwachsenenbildung